Fussball-Freestyle,...

was ist das eigentlich? Fußballstars wie Ronaldihno und Ronaldo zeigen in Fernsehwerbungen ihre atemberaubende Fußballkunst, doch die wenigsten wissen, dass es sich hierbei um eine weltweit bekannte Trendsportart handelt. Freestyle, d.h. es gibt keine Regeln, keine gelbe oder rote Karte!

Julinho der Freestyler beim Training

Bei der außergewöhnlichen Sportart geht es darum einen Fußball kunstvoll und akrobatisch zu jonglieren. Es besteht daher keine Verbindung mehr zum klassischen Spiel mit „11 Freunden“, die Künstler verzichten freiwillig auf das Tor und ihre Mitspieler. Als Freestyle-Urknall gilt der 17. Mai 1989, beim Rückspiel des UEFA-Cup Finales in Stuttgart jonglierte Diego Armando Maradona vom SSC Neapel das runde Leder wie kein Zweiter. Er balancierte beim Aufwärmen als einziger seiner Mannschaft den Ball mit Kopf, Fuß und Schultern. Obwohl Diegos Aufwärmprogramm die Runde machte, sprach noch keiner vom „Fußball Freestyle“, heute würde man seine legendäre Einlage eher als Jonglage bezeichnen.

Der Sport ist heute derart explodiert und weiterentwickelt, dass sogar Tricks im Sitzen oder Liegen praktiziert werden. Die Kunst lässt sich in drei grundlegende Kategorien einordnen: So werden Tricks, die oberhalb der Gürtellinie ausgeführt werden, als „Upper Moves“ bezeichnet. Tricks, die aus dem Hochhalten heraus unterhalb der Gürtellinie entstehen, heißen „Lower Moves“ und das Freestylen im Sitzen/Liegen nennen die Künstler Sitdowns. Beim Fußball-Freestyle sind den Tricks und den Kombinationen einzelner Elemente keine Grenzen gesetzt. Der Fußballfreestyler, auch Fußballkünstler, Fußballakrobat oder Fußballartist genannt, erlernt die Moves autodidaktisch, d.h. ohne Trainer und entwickelt so gleichzeitig seinen eigenen Style. Unter „Style“ versteht man den individuellen Ausdruck , mit dem man das runde Leder streichelt.

Fussball Freestyler - Julian Hollands